Alle Artikel von Kato

Rezension: Deutsch für den Berufseinstieg (Langenscheidt)

  • Deutsch für den Berufseinstieg – Der Sprachkurs zur Erstorientierung am Arbeitsplatz
  • Langenscheidt Verlag
  • Autorin: Friederike Ott
  • ISBN: 978-3-468-48972-3
  • 64 Seiten
  • für 9,99€ (inkl. Begleitheft) erhältlich im Langenscheidt-Shop, bei Amazon und anderen Buchhändlern.
Diese Rezension bezieht sich in vielen Stellen auf das Langenscheidt-Lehrwerk Komm rein!. Am besten liest du die Rezension zuerst, wenn du sie noch nicht kennst.

Zielgruppe

Deutsch für den Berufseinstieg ist ein Lehrwerk ohne Progression und soll zur frühzeitigen Vorbereitung von „Lerner(n) mit geringen Deutschkenntnissen“ auf Situationen im Berufsalltag dienen. Laut Klappentext eignet es sich als „berufsbezogenes Zusatzmaterial für Integrationskurse, an Berufsschulen oder in Unternehmen“ sowie für „ehrenamtliche Sprachbegleiter ohne Unterrichtserfahrung“.

Der Schwerpunkt liegt auf der Fertigkeit Sprechen.
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Leitfaden Einstieg – wie starte ich einen Deutschkurs für Flüchtlinge?

Ich möchte Flüchtlingen Deutsch beibringen – wie fange ich an?!

Wer neu ins Ehrenamt mit Geflüchteten einsteigen will, wendet sich am besten an eine örtliche Organisation. Dazu gehören Flüchtlingsfreundeskreise oder Asylhilfsvereine, AsylkoordinatorInnen der Stadt oder Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz oder die Caritas. Wenn man Glück hat, gibt es schon Angebote, in die man sich einfügen kann.

An manchen Orten gibt es jedoch noch keine Kursstrukturen; oder diese benötigen eine Neustrukturierung. Für diesen Fall habe ich diesen Leitfaden zusammengestellt, wie ihr in 14 Schritten einen Deutschkurs starten könnt:

(Tipp: Am Ende des Beitrags gibt es die 14 Schritte als Infografik)


Schritt 1: Reflexion

Reflektiere deine eigene Rolle:

  • Was kann ich? Was will ich machen? Wozu bin ich bereit?
  • Wie viel Zeit kann und will ich (regelmäßig) aufbringen?
  • Möchte ich einzelne Personen betreuen (Nachhilfe, Sprachcafé) oder mit einer ganzen Gruppe (Kurs) arbeiten?
  • Welche Erfahrungen habe ich schon? Was will ich lernen?
  • Was kann oder will ich nicht machen?
  • Welche anderen Personen möchten mitmachen? Wie können wir unsere Rollen verteilen?

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Online-Workshop Unterrichtsplanung

Liebe Vernetzte,

seit Monaten überlege ich, wie ich das Thema Unterrichtsplanung hier auf dem Blog „verpacken“ kann. Ich finde es auch für Ehrenamtliche sehr wichtig, dass sie die Prinzipien der Unterrichtsplanung kennen und anwenden können.

Allerdings ist das Thema auch zu umfangreich für einen einzigen Artikel hier auf dem Blog. Ich würde daher gerne ein neues E-Learning-Format ausprobieren: Online-Workshops. Weiterlesen

Linguistik-Blog über Herkunftssprachen

Im vergangenen Wintersemester haben sich Linguistikstudierende an der Universität zu Köln unter der Leitung von Dr. Gabriele Schwiertz mit häufigen Herkunftssprachen von Flüchtlingen beschäftigt. Auf dem Blog herkunftssprachen.wordpress.com veröffentlichen die Studierenden Texte über die linguistischen Eigenschaften der vier Sprachen Syrisch-Arabisch, Kurdisch, Tigrinya und Hausa.

Die Texte richten sich an DaF-/DaZ-LehrerInnen und ehrenamtliche SprachbegleiterInnen. Außerdem gibt es Audio-Dateien mit Hörbeispielen. Es sind schon einige Artikel online, weitere folgen in den nächsten Wochen jeweils mittwochs und sonntags.

Mehr zu den Vorteilen, sich mit den Muttersprachen der Lernenden zu beschäftigen:

 

Mini-Methoden-Tipp-Nr. 11 – Galgenmännchen

Was? Ein Spiel zum Wiederholen von Buchstaben und Wörtern.

Für wen? Anfänger und Fortgeschrittene

Material: Tafel/Whiteboard und Schreibmaterial

So geht’s: Die Regeln für Galgenmännchen (auch Galgenraten oder Hangman) sollten jeder Person bekannt sein. Im Sprachkurs kann das Spiel benutzt werden, um den neuen Wortschatz einer Lektion zu festigen oder alten Wortschatz zu wiederholen. Dabei kann das Spiel ganz offen gespielt werden (ein/e Teilnehmer/in denkt sich den Begriff selbst aus) oder man bereitet kleine Zettelchen mit geeigneten Wörtern vor. Weiterlesen

15+ Ressourcen zu Ostern im Deutschkurs

Sucht ihr noch nach ein paar Ideen, wie ihr eine Unterrichtseinheit zu Ostern im Deutschkurs gestalten könnt? In dieser Linkliste werdet ihr bestimmt fündig.

Osterbräuche im Unterricht

Wenn Zeit, Raum und Material es zulassen, könnt ihr Ostern ganz „praktisch“ erleben:

Ostereier bemalen: Dekoriert den Klassenraum mit Ostereiern aus Pappe oder bereitet echte Ostereier für eine anschließende Suche (s.u.) vor. Das kann man dabei üben: Wortschatz Farben und Muster; Imperativ „Gib mir den Pinsel“ oder Modalverben „Kannst du mir den Pinsel geben?“; … Weiterlesen

Die beiden größten Probleme von Vereinen – und die Lösung

Ich habe in den letzten Jahren viele verschiedene Vereine, Projekte und Hochschulgruppen kennengelernt – nicht nur in der Flüchtlingsarbeit, sondern in ganz unterschiedlichen Gebieten. Von Nachhaltigkeit, Umwelt- und Tierschutz, über Patenschafts- und Integrationsprojekte und alternativen Medien bis hin zur Studierendengruppe, die ein mehrtägiges Kultursymposium organisiert.

Was sie eint? Sie haben mindestens eines dieser beiden Probleme:

  1. Eine tolle (und realistische) Idee, aber nicht genug Mitglieder
  2. Eine tolle Idee und ein super Team, aber nicht genug Geld für die Umsetzung

Beide Probleme sind schwerwiegend und können im schlimmsten Fall das komplette Projekt gefährden. Findet man beispielsweise bei einem Patenschaftsprojekt nicht genug Mitglieder auf beiden Seiten, um jede/n in ein Team zu vermitteln, entsteht Enttäuschung oder sogar Frustration. Manche Projekte benötigen schlichtweg Geld für Materialkosten, um überhaupt starten zu können – man denke an eine Fahrradwerkstatt mit einem Raum, Werkzeug und Verbrauchsmaterial.

Die größten Probleme von ehrenamtlichen Deutschkursen

In Bezug auf Deutschkurse für Flüchtlinge treten diese Probleme ebenfalls auf. Dabei sind sie den AkteurInnen vielleicht gar nicht bewusst, sondern äußern sich eher durch Symptome. Weiterlesen

Mini-Methoden-Tipp-Nr. 10 – Fünf-Finger-Feedback

Was? Das Fünf-Finger-Feedback (oder auch: 5-Finger-Feedback) ist eine einfache Methode, um ein grobes Feedback von KursteilnehmerInnen zu erhalten.

Für wen? Anfänger und Fortgeschrittene

Material: Papier und Stifte für Notizen (ggf. vorbereitet als Fragebogen)

So geht’s: Du benutzt die fünf Finger einer Hand, um deine Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer nach Feedback zu fragen.

Erkläre die fünf Finger-Bedeutungen und lasse die TN etwas dazu (anonym) aufschreiben:

  • Daumen: Was war super? Was hat dir am besten gefallen? (Gefällt mir-Geste, auch wie bei Facebook) Weiterlesen

Fortbildung Grundbildung und Alphabetisierung in Stuttgart

Am 5. April startet die Fortbildungsreihe Basisqualifizierung ProGrundbildung in Stuttgart.

Die Reihe besteht aus sechs Modulen mit jeweils zwei Seminartagen. Man erhält nach jedem Modul eine Teilnahmebescheinigung. Wer aus der kompletten Fortbildung (fünf Pflichtmodule, mind. ein Wahlpflichtmodul) teilgenommen hat, erhält das Zertifikat Basisqualifizierung ProGrundbildung, welches vom BAMF als Äquivalent zur Zusatzqualifizierung für Alphabetisierungskurse anerkannt wird. Weiterlesen