Schlagwort: Unterrichtsplanung

Video-Kurs: Mit Trello einen Sprachkurs planen

Organisierst du Deutsch- oder andere Sprachkurse?

Jonglierst du Kurse, TeilnehmerInnen, Lehrpläne und mehr umher?

Würdest du gerne ein System erlernen, mit dem die Planung leichter von der Hand geht, auch im Team keine Missverständnisse entstehen und alle auf dem neuesten Stand sind?

Dann ist das kostenlose Projektmanagement-Tool Trello genau das Richtige für dich!

Hol dir meinen Videokurs “Mit Trello einen Sprachkurs planen”, in dem ich dir das Tool erkläre und dir anhand von sechs konkreten Vorlagen zeige, wie du verschiedene Aspekte der Organisation (z.B. einen Kurs planen, ein Team managen) innerhalb von Trello abbilden kannst.

Wenn du den Kurs für 17€ kaufst, erhältst du sofort Zugang zu allen Anleitungs-Videos und Trello-Vorlagen!

Probleme beim Planen von Deutschkursen

Eine größere Anzahl an Menschen (LehrerInnen, KursteilnehmerInnen, TutorInnen) und Ressourcen zu koordinieren, ist eine große Herausforderung. Die knapp bemessene ehrenamtliche Zeit geht verloren, wenn man viel Zeit für Organisation und Planung verwenden muss. Ohne eine gute Organisation kommt es zu Problemen, Missverständnissen und schlechter Stimmung im Team.

Lösung: Smartes Projektmanagement

Die Lösung ist, ein digitales Planungssystem zu verwenden. Leute mit verschiedenen Rollen und Funktionen können darauf zugreifen und kollaborativ arbeiten. Alle Informationen sind stets aktuell und synchronisiert. Es entsteht kein Zettelchaos mehr.

Ein Projektmanagement-Tool, das sich für diese Zwecke bewährt hat, ist Trello. es funktioniert im Internetbrowser, als Anwendung auf dem Computer und als App auf dem Smartphone. Egal, welche Plattform die anderen Teammitglieder benutzen: Trello ist immer dabei!

Bereits in der kostenlosen Variante lassen sich alle wichtigen Funktionen problemlos benutzen. Wer Extras wünscht, z.B. mehr Speicherplatz, kann für einige Euro im Monat die Profi-Variante kaufen. Für alles, was ich in diesem Kurs vorstelle, ist aber die kostenlose Funktion absolut ausreichend!

Für wen ist der Kurs?

Dieser Kurs richtet sich an Menschen, die in selbstorganisierten Kontexten Sprachkurse, Deutschkurse oder andere Lernangebote ausrichten.

Dazu zählen vorrangig Menschen, die ehrenamtlich Deutschlernangebote für Flüchtlinge und Migranten organisieren. (Beispiele: Sprachkurse, Hausaufgabenhilfe, Sprech- und Konversationstraining, Prüfungsvorbereitungen).

Aber auch für andere Zwecke lassen sich die Methoden aus diesem Kurs nutzen. Beispiele: Kurse oder Weiterbildungsangebote planen im Verein, im Stadtviertel, in der Religionsgemeinschaft, …

Ein Computer mit Internetzugang wird vorausgesetzt,um die Kursinhalte herunterzuladen sowie für den Gebrauch des eigentlichen Tools Trello.

Was du bekommst

Sobald du den Kurs kaufst, kannst du dir die Kursinhalte herunterladen.

  • Du erhältst eine PDF-Datei, die dich durch die Kursinhalte führt.
  • 6 Boards zum Kopieren & sofort Loslegen
  • insgesamt 12 Videos, davon
  • 6 Videos als Einführung in das Tool Trello und die wichtigsten Funktionen
  • 6 Videos, in denen du lernst, wie man die Trello-Boards benutzt

Die Inhalte sind in kurzen & knackigen Videos aufbereitet, damit du sofort loslegen kannst. Insgesamt ca 35 Minuten Videomaterial. Du kannst den Kurs also innerhalb eines Nachmittags durcharbeiten, deine Trello-Boards anlegen und sofort damit arbeiten!

Hinweis: Die Abrechnung und Auslieferung des Kurses erfolgt über den Zahlungsanbieter Digistore24.

Kurs kaufen (17€)

Du erhältst für ein Jahr Zugriff auf die Dateien.

Über mich

Hi, ich bin Kato! Ich beschäftige mich seit 2015 mit der Frage, wie man nach Deutschland geflüchteten Menschen dabei helfen kann, die Sprache zu lernen, damit sie hier über kurz oder lang gut leben können.

Aufgrund meines Studiums (Deutsch als Fremdsprache), meiner eigenen ehrenamtlichen Tätigkeit und der Arbeit als Dozentin für andere Ehrenamtliche habe ich gesehen, dass organisatorische Aufgaben oft so viel Zeit fressen, dass für das eigentliche Ehrenamt, die Unterhaltungen mit den Menschen, das gemeinsame Lernen und Entdecken der fremden Sprache Deutsch, wenig Zeit bleibt.

Deshalb habe ich meine langjährige Erfahrung als Dozentin und mit dem Tool Trello in diese Anleitung verpackt.  

Hinweis: Dieser Kurs ist kein offizieller Kurs des Unternehmens Trello. We are not affiliated, associated, authorized, endorsed by or in any way officially connected to Trello, Inc. (www.trello.com).

Die Zahlungsabwicklung erfolgt durch den deutschen Anbieter Digistore24.

Stundenanfang mit Wiederholung – oder: Warum ich es für Zeitverschwendung halte, im (Uni-) Kurs mit der Hausaufgabenkontrolle zu starten

In diesem Text stelle ich euch meine Methode vor, wie ich in einem universitären Grammatikkurs meine Stundenanfänge gestalte.


Zunächst einmal muss ich hier ganz deutlich die Unterscheidung treffen, für was für LernerInnen und unter welchen Bedingungen ich diese Methode nutze.

Der Kurs, von dem ich euch jetzt erzähle, ist ein wöchentlicher Kurs (90 Minuten) an der Universität. In der Regel wird pro Woche ein neues Thema behandelt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer (TN) sind Erasmus-Austauschstudierende, Masterstudierende aus dem Ausland und Doktoranden. Es handelt sich also um weitestgehend lerngewohnte, motivierte und selbstständige TN.

Meine Vorgehensweise würde für einen Kurs mit Lernungewohnten vermutlich nicht funktionieren. Mehr dazu später.

Stundenanfang mit Wiederholung

Nach der Begrüßung (Guten Tag/Abend, wie geht’s?) stelle ich die Eingangsfrage: „Was haben wir letzte Stunde gemacht/gelernt?“

Beim ersten Mal (also zu Beginn der zweiten Unterrichtsstunde mit dieser Gruppe) muss man eventuell noch dazu erklären: „Wir machen eine Wiederholung – ihr fangt an.“ Spätestens beim dritten Mal sollten die TN wissen, dass die Stunde stets mit der Wiederholung beginnt.

Im besten Fall rufen dann die TN Stichworte aus der letzten Stunde in den Raum. (Wenn es am Anfang hakt, leite ich mit einfachen Fragen zum Thema, um den Redefluss zu starten.)

Ich stelle mich unwissend, lasse die TN erklären und schreibe dabei an die Tafel. Mit Nachfragen lenke ich, z.B. „Was ist das?“ „Wie lautet die Regel?“ „Gibt es auch Ausnahmen?“  Der Haupt-Redeanteil liegt bei den Studierenden! Weiterlesen

Mehr miteinander sprechen: Ideen für den Konversationskurs

In Konversationskursen steht – wie der Name schon vermuten lässt – die Konversation im Vordergrund. Sie sind eine Ergänzung zum „normalen“ Deutschkurs. Es werden keine neuen Themen eingeführt und geübt; stattdessen trainiert man die Fertigkeiten Hören und Sprechen.

Ein Konversationskurs kann verschiedene Ziele haben:

  • die Sprechzeit der einzelnen Lernenden ausdehnen
  • die Scheu vorm Sprechen verringern
  • Redemittel kennen lernen und anwenden
  • Aussprache trainieren

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Leitfaden Einstieg – wie starte ich einen Deutschkurs für Flüchtlinge?

Ich möchte Flüchtlingen Deutsch beibringen – wie fange ich an?!

Wer neu ins Ehrenamt mit Geflüchteten einsteigen will, wendet sich am besten an eine örtliche Organisation. Dazu gehören Flüchtlingsfreundeskreise oder Asylhilfsvereine, AsylkoordinatorInnen der Stadt oder Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz oder die Caritas. Wenn man Glück hat, gibt es schon Angebote, in die man sich einfügen kann.

An manchen Orten gibt es jedoch noch keine Kursstrukturen; oder diese benötigen eine Neustrukturierung. Für diesen Fall habe ich diesen Leitfaden zusammengestellt, wie ihr in 14 Schritten einen Deutschkurs starten könnt:

(Tipp: Am Ende des Beitrags gibt es die 14 Schritte als Infografik)


Schritt 1: Reflexion

Reflektiere deine eigene Rolle:

  • Was kann ich? Was will ich machen? Wozu bin ich bereit?
  • Wie viel Zeit kann und will ich (regelmäßig) aufbringen?
  • Möchte ich einzelne Personen betreuen (Nachhilfe, Sprachcafé) oder mit einer ganzen Gruppe (Kurs) arbeiten?
  • Welche Erfahrungen habe ich schon? Was will ich lernen?
  • Was kann oder will ich nicht machen?
  • Welche anderen Personen möchten mitmachen? Wie können wir unsere Rollen verteilen?

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Online-Workshop Unterrichtsplanung

Liebe Vernetzte,

seit Monaten überlege ich, wie ich das Thema Unterrichtsplanung hier auf dem Blog „verpacken“ kann. Ich finde es auch für Ehrenamtliche sehr wichtig, dass sie die Prinzipien der Unterrichtsplanung kennen und anwenden können.

Allerdings ist das Thema auch zu umfangreich für einen einzigen Artikel hier auf dem Blog. Ich würde daher gerne ein neues E-Learning-Format ausprobieren: Online-Workshops. Weiterlesen

Mini-Methoden-Tipp-Nr. 1 – Verbposter

Was? Ein DIN A4-Poster mit Verbkonjugationen

Für wen? Anfänger

Material: A4-Papier, Drucker, Stifte (Filzstifte, Textmarker/ bunte Fasermaler; ggf. Bleistift zum Vorzeichnen), Wandbefestigungsmaterial

So geht’s: Drucke die Vorlage aus oder gestalte selber eine. Auf die obere Linie schreibt man die Infinitivform des Verbs. Dann folgt die Konjugation im Präsens. Unten kann ein Beispielsatz aufgeschrieben oder eine Illustration gezeichnet werden.

Du kannst die Verbposter schon vorbereiten oder (noch besser) von deinen KursteilnehmerInnen gestalten lassen, wenn ihr im Unterricht neue Verben einführt. Achtet darauf, dass die TN die Verbkonjugation zuerst fehlerfrei im Heft stehen haben. Falls es den TN schwer fällt, ein Poster zu gestalten, könnt ihr das zusammen üben und alles erst mit Bleistift vorschreiben bzw. –zeichnen. Weiterlesen

1. Podcast: 18 Fehler, die neue DaF/DaZ-LehrerInnen machen – und wie du sie vermeidest

An vielen Orten sind ehrenamtliche Deutschkurse etabliert, die meist von Fachfremden geleitet werden. Auch an Schulen werden die Willkommens- oder Vorbereitungsklassen häufig von LehrerInnen anderer Fachrichtungen oder Quereinsteigern unterrichtet.

Wenn man zum ersten Mal vor der Aufgabe steht, Deutsch als Zweitsprache zu unterrichten, wird man auf jeden Fall Fehler machen. Egal, ob man ein Studium, eine Zusatzausbildung oder nur einen Crashkurs absolviert hat. So wie Fahrrad fahren lernt man das Unterrichten erst in der Praxis.

Ich habe über einen längeren Zeitraum überlegt, welche typischen Fehler Neueinsteigern passieren, und insgesamt 18 mit wichtig erscheinende Punkte gesammelt: Weiterlesen

Blended Learning mit Tumblr und Google Forms

Im folgenden Artikel beschreibe ich das Blended Learning-Konzept, das ich in meinem Grammatikkurs mit Studierenden (Niveau B1/B2) einsetze. Es handelt sich hier also nicht um ein DaF-Thema speziell für Flüchtlinge. Vielmehr ist Blended Learning mit der hier beschriebenen oder anderen Methoden für verschiedene Kursarten und Zielgruppen adaptierbar. Weiterlesen