Schlagwort: Unterrichtsplanung

Mehr miteinander sprechen: Ideen für den Konversationskurs

In Konversationskursen steht – wie der Name schon vermuten lässt – die Konversation im Vordergrund. Sie sind eine Ergänzung zum „normalen“ Deutschkurs. Es werden keine neuen Themen eingeführt und geübt; stattdessen trainiert man die Fertigkeiten Hören und Sprechen.

Ein Konversationskurs kann verschiedene Ziele haben:

  • die Sprechzeit der einzelnen Lernenden ausdehnen
  • die Scheu vorm Sprechen verringern
  • Redemittel kennen lernen und anwenden
  • Aussprache trainieren

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Ehrenamt: 7 Kursarten zum Deutschlernen

Auf welche Art und Weise können Ehrenamtliche Geflüchteten und Migranten dabei helfen, Deutsch zu lernen? In diesem Beitrag liste ich die verschiedenen Kursarten zum Deutschlernen auf – und was man dafür braucht.

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Leitfaden Einstieg – wie starte ich einen Deutschkurs für Flüchtlinge?

Ich möchte Flüchtlingen Deutsch beibringen – wie fange ich an?!

Wer neu ins Ehrenamt mit Geflüchteten einsteigen will, wendet sich am besten an eine örtliche Organisation. Dazu gehören Flüchtlingsfreundeskreise oder Asylhilfsvereine, AsylkoordinatorInnen der Stadt oder Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz oder die Caritas. Wenn man Glück hat, gibt es schon Angebote, in die man sich einfügen kann.

An manchen Orten gibt es jedoch noch keine Kursstrukturen; oder diese benötigen eine Neustrukturierung. Für diesen Fall habe ich diesen Leitfaden zusammengestellt, wie ihr in 14 Schritten einen Deutschkurs starten könnt:

(Tipp: Am Ende des Beitrags gibt es die 14 Schritte als Infografik)


Schritt 1: Reflexion

Reflektiere deine eigene Rolle:

  • Was kann ich? Was will ich machen? Wozu bin ich bereit?
  • Wie viel Zeit kann und will ich (regelmäßig) aufbringen?
  • Möchte ich einzelne Personen betreuen (Nachhilfe, Sprachcafé) oder mit einer ganzen Gruppe (Kurs) arbeiten?
  • Welche Erfahrungen habe ich schon? Was will ich lernen?
  • Was kann oder will ich nicht machen?
  • Welche anderen Personen möchten mitmachen? Wie können wir unsere Rollen verteilen?

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Online-Workshop Unterrichtsplanung

Liebe Vernetzte,

seit Monaten überlege ich, wie ich das Thema Unterrichtsplanung hier auf dem Blog „verpacken“ kann. Ich finde es auch für Ehrenamtliche sehr wichtig, dass sie die Prinzipien der Unterrichtsplanung kennen und anwenden können.

Allerdings ist das Thema auch zu umfangreich für einen einzigen Artikel hier auf dem Blog. Ich würde daher gerne ein neues E-Learning-Format ausprobieren: Online-Workshops. Weiterlesen

Mini-Methoden-Tipp-Nr. 1 – Verbposter

Was? Ein DIN A4-Poster mit Verbkonjugationen

Für wen? Anfänger

Material: A4-Papier, Drucker, Stifte (Filzstifte, Textmarker/ bunte Fasermaler; ggf. Bleistift zum Vorzeichnen), Wandbefestigungsmaterial

So geht’s: Drucke die Vorlage aus oder gestalte selber eine. Auf die obere Linie schreibt man die Infinitivform des Verbs. Dann folgt die Konjugation im Präsens. Unten kann ein Beispielsatz aufgeschrieben oder eine Illustration gezeichnet werden.

Du kannst die Verbposter schon vorbereiten oder (noch besser) von deinen KursteilnehmerInnen gestalten lassen, wenn ihr im Unterricht neue Verben einführt. Achtet darauf, dass die TN die Verbkonjugation zuerst fehlerfrei im Heft stehen haben. Falls es den TN schwer fällt, ein Poster zu gestalten, könnt ihr das zusammen üben und alles erst mit Bleistift vorschreiben bzw. –zeichnen. Weiterlesen

1. Podcast: 18 Fehler, die neue DaF/DaZ-LehrerInnen machen – und wie du sie vermeidest

An vielen Orten sind ehrenamtliche Deutschkurse etabliert, die meist von Fachfremden geleitet werden. Auch an Schulen werden die Willkommens- oder Vorbereitungsklassen häufig von LehrerInnen anderer Fachrichtungen oder Quereinsteigern unterrichtet.

Wenn man zum ersten Mal vor der Aufgabe steht, Deutsch als Zweitsprache zu unterrichten, wird man auf jeden Fall Fehler machen. Egal, ob man ein Studium, eine Zusatzausbildung oder nur einen Crashkurs absolviert hat. So wie Fahrrad fahren lernt man das Unterrichten erst in der Praxis.

Ich habe über einen längeren Zeitraum überlegt, welche typischen Fehler Neueinsteigern passieren, und insgesamt 18 mit wichtig erscheinende Punkte gesammelt: Weiterlesen

Blended Learning mit Tumblr und Google Forms

Im folgenden Artikel beschreibe ich das Blended Learning-Konzept, das ich in meinem Grammatikkurs mit Studierenden (Niveau B1/B2) einsetze. Es handelt sich hier also nicht um ein DaF-Thema speziell für Flüchtlinge. Vielmehr ist Blended Learning mit der hier beschriebenen oder anderen Methoden für verschiedene Kursarten und Zielgruppen adaptierbar. Weiterlesen

„Ein guter Start“: Magazin für Ehrenamtliche

Der Klett-Verlag hat speziell für ehrenamtliche SprachlehrerInnen und -begleiterInnen ein eigenes Magazin namens „Ein guter Start“ herausgebracht. Es wurden zunächst 10.000 Exemplare gedruckt und verteilt (u.a. in Weiterbildungsinstitutionen und Ehrenamtlichen-Helferkreisen), allerdings ist das komplette Heft auch als PDF zum kostenlosen Download verfügbar. (Direktlink, 11MB PDF)

Die erste Ausgabe enthält Tipps zur Gestaltung der ersten Unterrichtsstunden, ein FAQ zum Zweitschrifterwerb und Informationen zum neuen Klett-Lehrwerk „Bitte einsteigen!“ (Rezension folgt) und anderen Unterrichtsmaterialien von Klett/Langenscheidt. Weiterlesen

Lehrerverhalten: Keine Angst vor Fehlern!

Ein Lehrer weiß immer alles. Ein Lehrer ist unfehlbar. Ein Lehrer hat die richtige Lösung stets parat.

Das ist ein Irrglaube! Viele Ehrenamtliche haben Angst davor, die Rolle eines Lehrers einzunehmen, weil sie denken, dass sie dann alles wissen müssen – in unserem Fall alles über die deutsche Sprache.

Sie wissen nicht, ob sie jede Frage beantworten können.

Sie denken, dass sie nicht genug über die deutsche Sprache wissen – vor allem über Grammatik!

Sie haben es im Gefühl, ob eine sprachliche Äußerung richtig oder falsch ist, kennen aber nicht die Regel dahinter.

Wer Lust hat, in der Sprachförderung aktiv zu werden, sollte sich von diesen Unsicherheiten jedoch nicht abhalten lassen! Weiterlesen